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Wie bringen Sie den Wasserbedarf der einheimischen Bevölkerung und den Wasserbedarf Ihres Unternehmens miteinander in Einklang? Wir sind uns bewusst, dass wir in Indien noch ganz am Anfang des Weges hin zu einem nachhaltigen Umgang mit Wasser und Umwelt stehen. Wir müssen unsere Praktiken kontinuierlich verbessern, die Probleme, vor denen wir stehen, angehen und ein vertrauensvolles Verhältnis zu unseren Partnern und anderen Interessengruppen aufbauen. Wir haben Fortschritte gemacht und fühlen uns dazu verpflichtet, diese Arbeit fortzusetzen.
Obwohl wir noch viel tun müssen, um unser Engagement für Umweltverantwortung in Indien unter Beweis zu stellen, haben unsere Fortschritte schon Anerkennung gefunden. In vier aufeinanderfolgenden Jahren wurden Coca-Cola-Betriebe in Indien vom Institute of Directors, das die Auszeichnung gemeinsam mit der World Environment Foundation verleiht, mit dem angesehenen Golden Peacock Environmental Management Award für ihre Umweltpraktiken ausgezeichnet. Coca-Cola Indien wurde außerdem vom indischen Roten Kreuz für sein Umweltprogramm gewürdigt. Ende 2005 würdigte die CII (Confederation of Indian Industries) bei den nationalen Auszeichnungen für herausragendes Wassermanagement den Coca-Cola-Betrieb in Kaladera (Hindustan) als „wassereffiziente Einheit“. Der Betrieb in Kaladera gewann außerdem die „Auszeichnung für innovative Projekte“ für seinen Beitrag zu einer Reduzierung des spezifischen Wasserverbrauchs. Warum errichten Sie Betriebe in wasserarmen Regionen? Bevor wir einen Ort für einen Betrieb auswählen, führen wir eine Umweltbewertung durch, um ausreichende Wasservorräte und andere Voraussetzungen zu garantieren. Natürlich können sich klimatische Bedingungen ändern und eine Region, in der es vorher genügend Wasser gab, kann plötzlich unerwarteter Dürre ausgesetzt sein. In Kerala waren beispielsweise bis 2005 über mehrere Jahre die normalen Monsunregen nicht gefallen. Wenn eine Region einem schweren Wassermangel ausgesetzt ist, ändern wir unsere Vorgehensweise dementsprechend. Welche Schritte haben Sie unternommen, um den Wasserverbrauch in Ihren Betrieben zu reduzieren? Mithilfe unserer umfassenden globalen Risikobewertung ist es uns gelungen, alle Bereiche unserer Verfahren zu identifizieren, bei denen Wasser benutzt wird. Wir arbeiten weiter daran, in allen Bereichen Einsparmöglichkeiten zu finden. Wasser ist der Hauptbestandteil unserer Getränke und wird auch bei der Produktion verwendet, beispielsweise zum Waschen und Ausspülen von Verpackungen, zum Reinigen der Mischbehälter und Rohre, zur Dampfproduktion und zum Kühlen. Auch außerhalb des Betriebs wird Wasser verbraucht, z. B. in Kantinen und Pausenräumen, LKW-Waschanlagen und Bewässerungssystemen. Wie viel Wasser wird benötigt, um eine Flasche Ihres Getränks herzustellen? Die effiziente Nutzung von Wasser ist unsere oberste Priorität und wir haben innerhalb unseres Abfüllsystems offensiv daran gearbeitet, Ziele hinsichtlich des Wasserverbrauchs zu setzen und Verbesserungen anzustreben. Wir haben große Fortschritte erzielt. Allein 2004 haben wir mit unseren Abfüllern die Effizienz der Wassernutzung im ganzen System um mehr als 6 Prozent steigern können (wie im Citizenship Report 2004 aufgeführt), was einer Verbrauchsrate von 2,7 l/l Wasser entspricht. Entsorgt Nein. Unser Unternehmen fordert, dass die Erzeugung von, die Zusammensetzung von und der Umgang mit Biofeststoffen (einem Material, das sich sowohl aus organischen als auch aus nicht organischen Substanzen zusammensetzt und das bei der Wiederaufbereitung von Abwasser entsteht), streng von den Betriebsleitern der Zusätzlich arbeiten wir weiterhin mit Industrieverbänden und der indischen Regierung zusammen, um die Entwicklung weiterer Standorte für die Feststoffentsorgung und die Erstellung klarer Regierungsrichtlinien zum Thema Entsorgung zu fördern. Beutet die Coca-Cola Company das Grundwasser in Kerala aus? Nein. Eine unabhängige, einjährige Studie, die vom Obersten Gerichtshof von Kerala in Auftrag gegeben wurde, hat bestätigt, dass unter normalen Wetterbedingungen der Coca-Cola-Betrieb den Grundwasserspiegel nicht negativ beeinflussen würde. Das Gericht hat festgestellt, dass für den Wassermangel im Gebiet von Kerala hauptsächlich die geringen Regenmengen der letzten Jahre verantwortlich waren, und hat bestimmt, dass der Coca-Cola-Abfüllbetrieb berechtigt ist, Wasser aus dem örtlichen Grundwasserleiter zu entnehmen und zu nutzen. In Kerala können wir bei normalen Niederschlagszyklen einen bedeutenden Anteil des Wassers, das wir aus den Grundwasserleitern entnehmen, durch unsere Bemühungen beim Sammeln von Regenwasser wieder zurückführen. Um die Dinge ins rechte Licht zu rücken: In einem Umkreis von etwa fünf Kilometern um die Anlage in Kerala gibt es ungefähr 200 offene flache Brunnen; als die Anlage in Betrieb war, nutzte Coca-Cola nur zwei offene flache Brunnen innerhalb der Anlage. Im gleichen Gebiet gibt es fast 150 Bohrbrunnen. Auf unserem Betriebsgelände gibt es nur sechs Bohrbrunnen und die Coca-Cola-Anlage nutzte nie mehr als drei Bohrbrunnen gleichzeitig. Was ist der jetzige Status der Anlage in Kerala? Die Anlage wurde im März 2004 wegen des andauernden Rechtsstreits geschlossen, und wir planen derzeit nicht, sie wieder zu eröffnen. Wir verteilen jedoch seit Juli 2005 Trinkwasser an die örtliche Bevölkerung. Sind Sie offen für eine Umweltprüfung Ihrer Einrichtungen in Indien? Ja. Tatsächlich begann das TERI (The Energy and Resource Institute) Mitte September mit einer Überprüfung unserer gegenwärtigen Praktiken im Umgang mit den Wasserreserven in Indien. Zusätzlich wird die Bewertung bestimmen, ob das entnommene Wasser Pestizide enthält, und sie wird die Aufbereitungsprozesse überprüfen, die die Qualität des bei den Endprodukten verwendeten Wassers sicherstellen sollen. TERI wird mit einem unabhängigen Steuerungskomitee arbeiten, das die Studie überwachen und die strategische Richtung der Bewertung festlegen wird. TERI hat uns informiert, dass die Überprüfung voraussichtlich im ersten Quartal 2007 abgeschlossen wird. Welche allgemeine Strategie verfolgt Ihr Unternehmen beim Umgang mit Wasser? Wir beschäftigen uns mit Wasser entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der effizienten Wassernutzung in den Arbeitsvorgängen bis zum Schutz von Wassereinzugsgebieten und des Wasserzugangs der Gemeinden. Ausgangspunkt unserer Strategie ist die Effizienz unserer eigenen Anlagen. Sicherzustellen, dass wir Wasser effizient nutzen, hat für uns Priorität und wir haben im Laufe der Jahre viel getan, um unsere Wasserverbrauchsraten zu senken. Wir haben große Fortschritte erzielt. Allein 2004 haben wir mit unseren Abfüllern die Effizienz der Wassernutzung im ganzen System um mehr als 6 Prozent steigern können, was einer Verbrauchsrate von 2,7 l/l Wasser entspricht. Wir blicken auf das Jahr 2006 und darüber hinaus, und wir setzen uns für den effizienten Umgang mit Wasser noch offensivere Ziele. Ein anderer Aspekt unserer Strategie besteht darin, die Wasservorräte in den Gebieten, in denen wir tätig sind, zu schützen und den Zugang der Gemeinden zu gutem, sauberem Wasser zu sichern. Unser System befolgt eine umfassende Risikobewertung, um Wasserprobleme auf lokaler Ebene zu identifizieren. Die Ergebnisse der Bewertung werden genutzt, um uns bei unseren Partnerschaften mit den örtlichen Gemeinden zu leiten, mit denen wir daran arbeiten, lokale Lösungen für diese Probleme zu finden, die sowohl den Gemeinden als auch unserem Unternehmen zugute kommen. Laut eines aktuellen Berichts des Center for Science and Environment haben Ihre Produkte einen gesundheitsgefährdenden Gehalt an Pestiziden. Was sagen Sie dazu? Wir haben sowohl das Wasser, die Süßungsmittel und die anderen Zutaten, die bei der Herstellung unserer Produkte verwendet werden, als auch die fertigen Produkte, einschließlich Coca-Cola, Thums Up, Sprite, Fanta und Limca, untersucht, um ihre Unbedenklichkeit zu bestätigen. Wir sind vollkommen von der Unbedenklichkeit unserer alkoholfreien Getränke in Indien überzeugt, da sie in Bezug auf Pestizide nach den Reinheitskriterien produziert werden, die in der EU für Tafelwasser gelten. Zusätzlich hat das CSL (Central Science Laboratory) die von der Coca-Cola Company in Indien hergestellten alkoholfreien Getränke (Endprodukte) getestet und keine Rückstände der vier Pestizide gefunden, die angeblich in den vom Centre for Science and Environment (CSE) untersuchten Produkten festgestellt worden waren. Die Untersuchungen des CSL ergaben bei jedem dieser vier Pestizide weniger als 0,1 Teile pro Milliarde. Schließlich hat auch das Gesundheitsministerium in Neu-Delhi alkoholfreie Getränke untersucht und keine gefunden, bei denen die erlaubten Pestizidgrenzwerte überschritten wurden. Warum unterscheiden sich Ihre Ergebnisse von denen des CSE-Berichts? Es gibt drei Gründe für die Unterschiede bei den Untersuchungsergebnissen:
Die zur Überprüfung unserer Endprodukte verwendeten Verfahren wurden von unserem Unternehmen und dem Central Science Laboratory (CSL) entwickelt, einem unabhängigen Labor, das auch von der britischen Regierung beauftragt wird. Obwohl die Validierung dieser Methoden noch nicht abgeschlossen wurde, stellen sie in Bezug auf Verfahren und Technologie den neuesten Stand der Technik dar. CSL überprüft im Rahmen eines internationalen Programms die Leistungen der Labore bei der Analyse, auch von Pestiziden. Welcher Anteil Ihres Gesamtvolumens in Indien wird von Abfüllern produziert, die sich im Unternehmensbesitz befinden, und welcher Anteil wird von unabhängigen Abfüllern hergestellt? 59 % unseres gesamten Absatzvolumens in Indien werden von Abfüllern produziert, die sich im Unternehmensbesitz befinden. 32 % des Absatzvolumens wird dort von den unabhängigen Abfüllern hergestellt.
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